Wann, wenn nicht jetzt?

Damit Zukunft eine Chance hat.

 

Wo geht die Reise hin? Sind wir Passiere auf einem riesigen Schiff, welches in den Sog eines unendlich großen Wasserfalls geraten ist? Immer schneller und unaufhaltsam scheinen wir jedenfalls auf den Abgrund zu zusteuern. 

Die Anzeichen des Klimawandels sind längst nicht mehr wegzuleugnen, ein noch nie da gewesenes Artensterben hat begonnen und beide Phänomene schaukeln sich auf. Gerade als die Öffentlichkeit zumindest ein wenig Notiz von diesen für die Menschheit größten Herausforderungen genommen hat, kam Corona. Plötzlich stand die Welt still, die Wirtschaft kam zum Erliegen, Lieferketten brachen zusammen, Angst und Panik griffen um sich und uns wurde vor Augen geführt, auf welch dünnem Eis wir unseren Wohlstand errichtet haben. Denn: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts"

 

Gleichzeitig tat sich eine unglaubliche Chance auf: Regionalität gewann schlagartig an Bedeutung, Nachbarschaftshilfe, das bewusste Erleben der Schönheit der Natur, Freude an der Bewegung rückten in den Mittelpunkt. Weniger Lärm, weniger Schadstoffe und vielleicht ein kurzes Innehalten hat uns und der Natur eine Verschnaufpause gegönnt. 

Corona zeigt auch, dass es offensichtlich politisch möglich ist, Milliarden von Euro in die Hand zu nehmen, rigoros durchzugreifen, sogar fundamentale demokratische Grundrechte auszuhebeln. Warum geht das alles in Sachen Corona, nicht aber in Sachen Klimawandel? Wer verdient an Corona?

 

Siehe dazu: „Corona ist nicht die einzige Krise"

 

Und wo bleibt der Blick in die Zukunft? Klimawandel und Artensterben sind nicht verschwunden, nur weil die Medien tunlichst vermeiden, darüber zu berichten. Es ist dringend an der Zeit, der Politik zu sagen, was wir wollen. Nämlich eine lebenswerte Zukunft. Dazu braucht es den Willen aller, ja, aber es braucht vor allem die Politik. Wir müssen unser Fundament auf Regionalität stellen, denn die Globalisierung ist jenes Schiff, das unaufhaltsam auf den Wasserfall zusteuert. Persönlicher Verzicht, Achtsamkeit, Respekt und Innovation sind die Schlüssel zur Trendwende, die von der Politik nicht nur unterstützt, sondern eingeleitet werden muss. 

 

Wir sind spät drann. Das Zeitfenster, in dem ein Handeln unsererseits noch Wirkung zeigt, ist im Begriff sich zu schließen und einige Kipppunkte sind bereits überschritten. Jedes tatenlos verstrichene Monat bedeutet noch größere Anstrengungen, noch mehr Kosten, noch mehr Eingriffe in die persönliche Freiheit, um das Klima zu stabilisieren.

Fordern wir jetzt ein, dass regionale Projekte die Unterstützung erhalten, die sie verdienen. Arbeiten wir gemeinsam an der Veränderung unseres Lebensstils. Lassen wir Kreativität und Innovation freien Lauf. Denken wir Zukunft neu!